Tageslosung

Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: »Sie gefallen mir nicht.«
Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!
Gedanken zum Monatsspruch Dezember 2019
monatsspruchjan2020

Da ist ja jemand
Aus den Worten des Monatsspruchs für Dezember, höre ich die Einladung, zu vertrauen. Ist das nicht eine Einladung, die auf die Sehnsucht vieler Menschen trifft, dass Licht die Dunkelheit erhellen möge? Diese Sehnsucht spiegelt sich wider in den eiligst nach den dunklen Novembertagen hervorgeholten Lichtern. Sie erstrahlen in Wohnungen, Häusern und Straßen. Diese Sehnsucht verbindet sich oft mit einem bangen Fragen: „Ist da jemand, dem ich vertrauen kann, der Licht bringen kann?“
Unmittelbar fällt mir ein Gespräch mit Jugendlichen und Erwachsenen zum diesjährigen „Hit-From-Heaven“ ein, zu Adel Tawils Lied „Ist da jemand?“: „Ist da jemand, der mein Herz versteht? ...Der mir den Schatten von der Seele nimmt?“ Diese Worte des Liedes dienten geradezu als Gefäß für das Gefühl von Selbstzweifeln, zum Beispiel Unsicherheit oder mangelnder Anerkennung. In ihnen spiegelte sich die Hilflosigkeit wider bei der Suche nach Konfliktlösungen zwischen den Generationen oder Mobbing in der Schule. Ist da jemand? Wer erhellt das Dunkel, wenn wir an unseren Gräbern stehen, fragten Andere.
Der Prophet Jesaja tröstet mit seinen Worten die Müden, ermutigt zum Gottvertrauen. Auf ihn kannst du dich verlassen: Ja, da ist jemand! Deine Sehnsucht darf sich mit berechtigter Hoffnung verbinden.
In einem anderen Lied, einem Weihnachtslied, heißt es: „Stern über Bethlehem zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem führ uns zum Kind“ (EG 542,1). Ein Licht, das Wegweiser sein kann. Die Weisen aus dem Morgenland machten sich auf den Weg, folgten dem Licht. Was sie fanden, war das Kind in der Krippe, „das Wunder (…), das da geschehen, was niemand gedacht“ (EG 542,2). Das Wunder, das Licht, das auch da, wo wir es vielleicht schon gar nicht mehr erwarten, in die Dunkelheiten unseres Lebens scheinen will. Der Aufbruch zum Kind in der Krippe hat das Leben der Weisen verändert. Sie kehrten zurück in ihren Alltag, und alles erschien in einem neuen Licht. Denn: Da ist ja jemand!

Pfarrerin Katja Friedrichs-Warnke
Habichtswald-Dörnberg

 

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