Tageslosung

So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden.
Gedanken zum Monatsspruch März 2019
losungmaerz2019

Überschrift über das Leben

Auf was richten wir unser Leben aus? Was bestimmt unseren Alltag? Ich denke, das hängt davon ab, woraufhin wir leben. Stehen wir kurz vor einer Prüfung richten wir unser Denken und Tun ganz aufs Lernen. Fahren wir bald in den Urlaub sind unsere Gedanken bestimmt von der Vorfreude und den Überlegungen: „Was nehme ich mit?“ Sind wir richtig in jemanden verliebt, dann richtet sich alles auf den Menschen, dem unsere ganze Zuneigung gilt. „Wann kann ich ihn wiedersehen?“ „Wie wird es sein, wenn ich ihm wieder begegne?“
Der Monatsspruch im März fordert uns auf, unser Herz zu Gott zu richten und ihm allein zu dienen. Und wenn im Alten Testament vom Herzen die Rede ist, dann ist immer der ganze Mensch gemeint, mit allen Sinnen, Gedanken und Gefühlen. Aber geht das überhaupt? Können wir in unserer Welt, die so bunt und vielfältig ist und in unserem Alltag, der uns so sehr fordert, uns wirklich ständig auf Gott ausrichten? Ja, ich bin davon überzeugt, dass wir das können! Wenn wir wirklich verstehen, was damit gemeint ist. Unser Herz auf Gott auszurichten bedeutet nicht, ständig an Gott zu denken, über ihn oder mit ihm zu reden. Für mich bedeutet es: zu versuchen, immer in seinem Sinne zu leben, zu denken und zu handeln. Unser Herz auf Gott auszurichten, – das ist kein kleines Ziel, wie eine Prüfung oder eine Reise, die vor mir liegt. Unser Herz auf Gott auszurichten, das sollte eine Überschrift über unser ganzes Leben sein.
Etwas, das mich durchdringt und mich bestimmt, in allem, was ich tue. Wenn ich mein Herz auf Gott ausrichte gibt mir das einen weiten Blick und verhindert, dass ich Wesentliches übersehe. Das bedeutet zum Beispiel:
stehe ich vor einer Prüfung, für die ich viel lernen muss, werde ich trotzdem noch für einen Menschen da sein, der meine Hilfe braucht.
Plane ich eine Reise, bedenke ich auch, wie ich den Fremden begegnen kann und wie ich ihre Kultur achte. Und bin ich verliebt, habe ich trotzdem noch ein Auge und ein Ohr für einen Menschen, der meinen Trost braucht.

Das Herz zu Gott zu wenden, das ist eine Lebenseinstellung. Und wer sich die zu eigen macht, der dient Gott jeden Tag ganz von alleine.

Uta Feußner, Kassel
Stadtjugendpfarrerin

 

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