Tageslosung

Weh denen, die Unheil planen, weil sie die Macht haben!
Jesus spricht: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener.
Gedanken zur Monatslosung Januar 2017
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Vertrauen ins Netz
„Hallo? Ich verstehe dich nicht… Kannst du mich hören? – Mist, kein Netz!“ Viele von uns werden diese oder ähnliche Situationen schon einmal erlebt haben. Heutzutage mit dem Handy oder Smartphone kein Netz zu haben, das ist gerade für die jüngere Generation fast eine Katastrophe. Das Netz, auch wenn es unsichtbar ist, verbindet uns sowohl am Telefon mit Freunden und Verwandten, als auch mit weltweiten Informationen. Netze sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Aber nicht nur Mobilfunknetze sind wichtig, auch andere Netze sind lebensnotwendig. Die Fischer fangen bis heute mit großen Netzen die verschiedensten Delikatessen aus den weltweiten Meeren, damit es uns Menschen gut geht. Das war damals zur Zeit Jesu schon ähnlich, nur in viel kleinerem Stil. Als Jesus am See Genezareth vorbeigeht, da sieht er die Fischer, die ihre Netze flicken und ihrem Beruf nachgehen. Einmal, als ihm viele Menschen zugehört hatten, da forderte er Simon auf, die Netze zum Fang auszuwerfen. „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen“, sagt Simon. „Aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“ Welch ein Vertrauen! Simon, der von Beruf Fischer ist und vergangene Nacht nun gerade nichts gefangen hatte, der lässt sich von Jesus etwas sagen. Ich finde das besonders eindrücklich: Simon lässt sich etwas sagen von Jesus.

Ich glaube hierin liegt der größte Unterschied zu uns heute. Lassen wir uns heute noch etwas sagen? Und wenn ja von wem denn? Das haben jedoch gar nicht nötig! Auch Simon, der gelernte Fischer, hätte sich doch vom Zimmermann Jesus nichts über das Fischen sagen lassen müssen. Doch er tut es, und hatte damit so großen Erfolg, dass er kaum die Netze aus dem Wasser ziehen kann und Hilfe braucht.

Aus der Geschichte am öffentlichen Beginn des Wirkens Jesu kommt für uns der Monatsspruch für den Januar: „Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“ Am Beginn des neuen Jahres 2017 lese ich das Wort als Aufforderung, meinen Glauben und mein Vertrauen auch dieses Jahr erneut auf Jesus zu setzen. Vielleicht hat das auch etwas mit einem Netz zu tun, in das ich mich fallen lassen kann: Denn letztlich bilden ja weltweit alle Menschen, die an Jesus glauben, so etwas wie ein Netz des Glaubens. Es sorgt dafür, dass wir sozusagen immer untereinander verbunden sind, dass wir einander verstehen und uns nicht nur hören können, sondern auch aufeinander hören.

Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg, Vöhl

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