Tageslosung

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.
Christus Jesus wurde für uns zur Weisheit durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.
Gedanken zum Monatsspruch November 2018
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Auf einmal ist alles anders

Manchmal wird alles auf den Kopf gestellt. Auf einmal ist alles anders durch eine tiefgreifende Entscheidung, Schicksalsschläge und besonders durch den Tod eines lieben Menschen. Der November, die kahlen Bäume und das trübe Wetter erinnern uns an solche Erfahrungen. Auf einmal ist alles anders, nichts ist mehr so wie es einmal war.
Wirklich nichts? Nein, irgendetwas bleibt doch und das ist oft das, was uns Halt gibt im Leben und Trost spendet. Im christlichen Glauben ist es die Zusage Gottes: „Ich bin da und ich verlasse dich nicht.“ Und wie ist es, wenn wir sterben? Wie dürften wir uns diese neue Welt vorstellen? Wird dort alles anders sein? In der Offenbarung des Johannesevangeliums heißt es: „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“ Die „neue“ Welt wird hier verglichen mit einer „geschmückten Braut“. Ich finde dieses Bild sehr tröstlich, denn es weist darauf hin, dass sich etwas verändert und doch etwas bleibt.
Etwas ist schon da, von dem, was einst kommen wird. Die Frau erscheint als eine geschmückte Braut in einem anderen Licht. In voller Schönheit und innerer Freude. Auch wir werden keine anderen Personen sein. Wir werden wie eine „geschmückte Braut“ in unsagbarer Schönheit wahrgenommen werden, so wie Gott uns gemeint hat und eine unzerstörbare Freude wird in uns sein, die all unsere Erlebnisse hier in diesem Leben zu einem sinn–erfüllenden Ganzen verwandeln kann. Auf einmal ist alles anders, auch schon heute im grauen November?
Wenn wir von der Verheißung auf diese neue Welt leben und uns auch schon im Herbst der Gedanke des Frühlings bewusst ist, dann hilft uns das, unser Leben, unsere Mitmenschen und die ganze Schöpfung Gottes in einem anderen Licht wahrzunehmen. Wir dürfen hoffen auf den Frühling und auf Gottes Zusage, die bleibt, was auch immer uns widerfährt: „Ich bin da und bleibe an Deiner Seite. Ich sehe Dich, mit all dem, was dich ausmacht und eines Tages wird es dir gelingen, die Welt mit meinen Augen zu sehen.“

Katharina Betz
Theologiestudentin aus Edertal-Bergheim